VDMA-Präsident Welcker im Interview mit „Die Welt“

VDMA

Die mittelständischen Maschinenbauer sind längst dabei, die Digitalisierung in ihren Unternehmen umzusetzen. Aber noch werden ihnen viel zu viele Hürden in den Weg gestellt. Im Interview mit der Zeitung „Die Welt“ erläutert VDMA-Präsident Carl Martin Welcker, woran es am meisten hakt, was ein Handelskrieg für die Industrie bedeuten würde und warum US-Präsident Donald Trump objektiver betrachtet werden sollte.

Carl Martin Welcker ist ein lautstarker Streiter für das freie Unternehmertum und für einen Abbau unnötiger Bürokratie. Dies ist umso wichtiger, als Industrie 4.0 in den Unternehmen zwar Fuß gefasst hat, dort aber noch viel umfänglicher verwirklicht werden muss. Industrie 4.0 könne die Produktivität der Unternehmen in einem bislang ungeahnten Maße erhöhen, betont der VDMA-Präsident. Aber dafür dürfen den Betrieben nicht ständig neue Stolpersteine in den Weg gelegt werden. „Die Politik redet zwar immer davon, dass sie Bürokratie abbauen will, es passiert aber rein gar nichts. Eher kommen immer neue Pflichten hinzu, zuletzt zum Beispiel durch den Mindestlohn“, bemängelt der VDMA-Präsident im Interview mit der Zeitung „Die Welt“. 

Die Politik redet zwar immer davon, dass sie Bürokratie abbauen will, es passiert aber rein gar nichts. Eher kommen immer neue Pflichten hinzu.

Auch die Entsenderichtlinie oder die Visavergabe für ausländische Fachkräfte machen den Mittelständlern zu schaffen. Einen „ausgewachsenen Handelskrieg“ sieht Welcker derzeit nicht heraufziehen, aber Trump zwinge die Weltgemeinschaft nun, die Fairness von Handelsabkommen zu überprüfen. Dies könnte auch zu einem Abbau von überflüssigen Barrieren führen. „Manchmal kann es auch von Vorteil sein, dass da jemand kommt, der völlig unberechenbar ist. Das erzeugt Druck und bringt Bewegung“, sagt Welcker.  

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